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Unsere Tage in Las Leñas

Whiteouts, Tiefschnee und die Magie des Marte

Penguin Stories  / Unsere Tage in Las Leñas

Mila und Bernardo von Aonitem Adventures gehören zu unseren Penguin Guides und teilen unsere Leidenschaft für Powder und Abenteuer. Diesmal nehmen sie uns mit nach Las Leñas, mitten hinein in den tiefen Schnee der argentinischen Anden.

Mila erzählt…

Unsere Reise begann lange bevor wir die Pisten erreichten. Von Bariloche aus fuhren wir auf der legendären Ruta 40 Richtung Norden nach Mendoza. Die Fahrt war ein Abenteuer für sich: Mit unserem Pickup kämpften wir uns über die unbefestigte Strasse durch rund 40 cm Neuschnee. In der Ferne ragte der schneebedeckte Gipfel des Vulkans Lanín in den Himmel; ein beeindruckender Vorgeschmack auf das, was uns in Las Leñas erwarten sollte.

Lanín Vulcano

Als Bernardo und ich schliesslich für unseren sechstägigen Trip in Las Leñas ankamen, begrüsste uns der Berg auf seine ganz eigene Art: drei Tage am Stück völliger Whiteout, während fast ein Meter Neuschnee auf das Skigebiet fiel. Wir konnten kaum über unsere Skispitzen hinaus sehen, aber unter unseren Füssen spürten wir, wie der Schnee mit jeder Stunde tiefer wurde.

Zu diesem Zeitpunkt war der legendäre Marte-Sessellift bereits seit rund 20 Tagen geschlossen. Die heftigen Schneestürme in den Zentralanden hatten eine Öffnung unmöglich gemacht. An unserem fünften Tag machte plötzlich die Nachricht im Skigebiet die Runde: Marte könnte endlich wieder öffnen.

Schon um 9 Uhr morgens versammelten sich die ersten begeisterten Skifahrer und Snowboarder an der Talstation. Viele stellten ihre Rucksäcke in die Schlange, um sich ihren Platz zu sichern, während Skipatrouille und Guides am Berg arbeiteten, das Gelände zu kontrollieren und für eine sichere Öffnung vorzubereiten.

Alle warteten geduldig und respektvoll, holten sich zwischendurch einen Kaffee oder machten ein paar Aufwärmrunden. Gegen 13 Uhr war es dann endlich so weit: Marte öffnete.

In diesem Moment erwachte das ganze Tal zum Leben. Vom Lift aus konnte man beobachten, wie einige der besten Skifahrer und Snowboarder unglaubliche Linien durch steile, völlig unverspurte Couloirs und weite Powderhänge zogen.

Am nächsten Tag war schliesslich der gesamte obere Bereich geöffnet – Marte, Las Vegas, Eduardo, Mercurio und Paraíso. Eine Abfahrt nach der anderen erkundeten wir neue Linien und unterschiedliche Couloirs. Unterwegs trafen wir immer wieder auf herzliche Locals, mit denen wir dieselbe Leidenschaft teilten: steiles Gelände und tiefen Powder.

Die Legende der Thomas’ Maps

Sich in einem so weitläufigen und wilden Gelände zurechtzufinden, erfordert viel Erfahrung und Wissen über die Berge. Seit Jahrzehnten vertrauen Freerider in der Region auf die Arbeit von Thomas Perren. Der passionierte Schweizer Skilehrer erkundete ab 1987 über zwei Jahrzehnte lang jeden Winkel von Las Leñas.

Perren dokumentierte, kartierte und illustrierte das Off-Piste-Gelände der Region in den Thomas’ Maps (Mapas de Tomás). Sie wurden zur absoluten Bibel für Freerider und liefern wertvolle Informationen über Zustiege, Routen und Lines in den hohen Gipfeln der Anden. Genau diese Routen mithilfe seiner Panoramakarten zu entdecken, gab den Lines, die wir gefahren sind, noch einmal eine ganz besondere Bedeutung.


Lust auf argentinischen Powder?

Wir überlegen, nächste Saison eine Gruppenreise zu organisieren, um gemeinsam zurückzukehren und diese Lines zu fahren. Noch ist nichts fix. Aber wenn du Lust hast, mit uns durch argentinischen Powder zu ziehen, antworte auf diese E-Mail oder schick uns eine Nachricht. Wenn genügend Leute aus unserer Community Interesse haben, beginnen wir mit der Planung!

Photo credits: Bernardo Bintana | contact@aonitem-adventures.com


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